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Christkind
im goldenem Sternenraum
komm heute Nacht zu mir im Traum
Weit offen lass ich mein Herzchen stehn
komm nur, Du kannst nicht irre geh'n.
Ein heller Christbaum steht davor,
ein Abendgebetchen hütet das Tor
Und Vater und Mutter wohnen darin,
glaub nur, es ist alles nach Deinem Sinn.
So komm denn, liebes Christkindlein komm,
meine zitternden Händchen falten sich fromm.
Schenk mir von Deinem Himmelskleid
ein Silberschleifchen, zwei Finger breit,
damit bind ich mein Herzchen an Deines an,
dass es nie verlorngehen kann
und die Englein meinen im Himmel Dein,
Du wärst mein hold Geschwisterlein.
(um 1900 im Münsterland) - Autor unbekannt

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