Seit 1555 ist Nikolaus als Gabenbringer der Kinder belegt.
Der evang. Theologe Kirchmeyer schrieb:
"Vor dem St. Nikolaustag legen Mütter für ihre Kinder Geschenke
und eine Rute bereit.
Nikolaus beschenkte die Kinder damals mit Nüssen,
Kletzenbrot und Dörrobst, aber auch mit Kleidung
und anderen nützlichen Dingen des täglichen Lebens.
Im Mittelalter war es Brauch, daß Klosterschüler
am Vorabend des Nikolausfestes einen "Kinderbischof" wählten.
Dieser bekleidete sich mit den Gewändern eines Bischofs
und begutachtete die Klosterschule.
Er bestrafte und belohnte Schüler, letzteres auch mit Süßigkeiten.
Das Gedenken an den Bischof von Myra ist katholischen Ursprungs
und wurde von Martin Luther abgeschafft.
Doch der Brauch lebte bis zum heutigen Tage weiter!
Ab dem 17. Jhdt. bekam der Nikolaus einem Begleiter (Knecht
Ruprecht oder Krampus),
der die Kinder beschenkte oder auch wegen ihres unchristlichen
Tuns tadelte!
Im 19. Jhdt. wurd die Nikolausgestalt immer mehr verweltlicht.
Er wurde zunehmend in den Medien zum Weihnachtsmann oder
Santa Claus.
1970 wurde gar der Namenstag von Sankt Nikolaus,
Bischof von Myra aus dem Kirchenkalender gestrichen.
Aber auch diese Attacke wird der heilige Mann überstehen
und Millionen Kindern an Niklausabend wieder Süßigkeiten
in die Schuhe stecken.
Heute kommt der Nikolaus, meist ohne Krampus oder Knecht
Ruprecht,
zu den Kleinen und fragt sie, ob sie denn "auch stets brav
gewesen" sind.
Wenn sie dies bejahen, werden sie mit Süßigkeiten und Geschenken
belohnt.

DER NIKOLAUS-SCHUH Der bekannteste Brauch zum Nikolaustag
ist der,
daß die Kinder ihre geputzten Schuhe oder auch Strümpfe
am Vorabend ans Fenster oder vor die Tür stellen
und der Nikolaus diese über Nacht mit Süßigkeiten und Geschenken
füllt.
Schon in einem alten Vers heißt es:
"Sankt Nikolaus, leg mir ein, was dein guter Wille mag sein.
Äpfel, Nüsse, Mandelkerne essen kleine Kinder gerne!
"Old Christmas"